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Je nach Anwendungsbereich kommen spezialisierte Epoxidharz-, PU- oder OS-Systeme zum Einsatz – sei es zum Schutz vor Bewehrungskorrosion, zur Erfüllung gesetzlicher Vorgaben wie der AwSV oder zur Ableitung elektrostatischer Ladung in sensiblen Produktionsumgebungen. Hochwertige Beschichtungssysteme sind damit ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Bauwerkserhaltung.
Wir bieten geprüfte und dokumentierte Systemlösungen, die technisch, rechtlich und wirtschaftlich überzeugen. Ob für Neubauflächen oder Sanierungsvorhaben – wir begleiten Sie vom Konzept über die fachgerechte Ausführung bis zur Abnahme.
„OS“ steht für Oberflächenschutzsystem gemäß DAfStb-Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“. Die Klasse definiert Mindestschichtdicke, Rissüberbrückungsfähigkeit und chemische Beständigkeit. OS 8 (Epoxidharz, starr) kommt auf nicht rissgefährdeten, befahrenen Flächen zum Einsatz. OS 11 mit dynamischer Rissüberbrückung von 0,3 mm ist für freibewitterte Flächen wie Parkhaus-Freidecks vorgeschrieben. OS 14 deckt höchste Dichtigkeitsanforderungen ab.
Beim Neubau der Tiefgarage Kö-Bogen Düsseldorf (22.000 m², 2014, Bauherr: die developer/Zechbau) setzte Schwegmann ein OS-8-System auf Basis MasterSeal Traffic 2273 (BASF) über alle drei Ebenen ein – kombiniert mit dem A.S.S. PLAN Industrieverbundestrich. Der Projektbericht steht als PDF zur Verfügung.
Epoxidharzsysteme (EP) bieten hohe chemische Beständigkeit und Abriebfestigkeit, benötigen jedoch mehrere Tage Aushärtezeit und sind unter +10 °C kaum verarbeitbar. PMMA-Systeme härten in 1–2 Stunden aus – auch unter 0 °C – und ermöglichen abschnittsweise Sanierungen mit kurzen Sperrzeiten.
Für die Tiefgarage HafenMarkt Münster (12.000 m², Februar 2024, Bauherr: Stroetmann Grundbesitz-Verwaltung GmbH) setzte Schwegmann das OS-8-System StoFloor Traffic Elastic 590 EP (StoCretec) ein – wasserdampfdiffusionsoffen, beständig gegen rückseitige Feuchte und Chloride, mit statischer und dynamischer Rissüberbrückung. Der vollständige Projektbericht liegt als PDF vor.
ESD-Beschichtungen (ElectroStatic Discharge) und ableitfähige Systeme (AS) leiten elektrostatische Ladungen kontrolliert ab. Vorgeschrieben oder dringend empfohlen sind sie in der Elektronikfertigung, in Lackanlagen, Tankräumen, pharmazeutischer Produktion und Operationssälen – überall dort, wo Entladungen Schäden an Bauteilen verursachen oder Explosionsgefahren auslösen können. Schwegmann führt ESD/AS-Böden nach EN 61340 aus und erbringt den messtechnischen Widerstandsnachweis nach Fertigstellung. Als TÜV-Nord-zertifizierter AwSV-Fachbetrieb und Mitglied der LIB NRW gehört die vollständige Dokumentation für Betreiberprüfungen zum Standard.
Die AwSV §62 schreibt für LAU-Anlagen (Lagerung, Abfüllung, Umschlagen wassergefährdender Stoffe) nachweislich dichte Bodenflächen vor, die ausschließlich durch einen zertifizierten Fachbetrieb nach AwSV §62 ausgeführt werden dürfen. Betreiber, die nicht-zertifizierte Betriebe beauftragen, haften bei Leckagen persönlich. Ein dokumentiertes Praxisbeispiel: Für die Produktionshallen der Hubert Stüken GmbH & Co. KG in Rinteln (9.000 m², 2012) führte Schwegmann eine WHG-konforme Beschichtung mit StoPox WHG (StoCretec) aus – inkl. Rutschhemmung und Behördendokumentation. Schwegmann ist als Fachbetrieb für AwSV vom TÜV Nord zertifiziert.
Das AgBB-Schema (Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten) legt VOC-Grenzwerte für Innenräume fest. AgBB-geprüfte Beschichtungen sind ein verbindliches Kriterium für öffentliche Bauaufträge. Schwegmann setzt emissionsgeprüfte Systeme der Partnerunternehmen (u.a. Disbon, StoCretec) ein und hat diese bereits in mehreren öffentlichen Einrichtungen ausgeführt: Berufskolleg Rheine (2024), Gymnasium Emsdetten (2024) und Kita Wettringen (2023). Die entsprechenden Prüfzertifikate der eingesetzten Systeme liegen vor.