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Risse in Betonbauteilen sind bei der sogenannten „gerissenen Bauweise“ keine Seltenheit. Sie entstehen durch Früh- oder Spätschwindprozesse, statische oder thermische Belastungen sowie Umwelteinflüsse. Um die Dauerhaftigkeit und Standsicherheit zu gewährleisten, ist eine sachkundige Analyse und professionelle Abdichtung erforderlich. Mit modernen Injektionsverfahren können Risse dauerhaft kraftschlüssig, abdichtend oder realkalisierend verschlossen werden.
Dabei kommen speziell abgestimmte Materialien wie Epoxidharz, Polyurethan, SPUR-Harze oder Zementsuspensionen zum Einsatz – je nach Art des Risses und Anforderung. Diese Techniken ermöglichen nicht nur den Verschluss wasserführender Risse, sondern tragen auch zur Verlängerung der Restnutzungsdauer von Betonbauteilen bei.
Damit eine Rissinjektion ihre volle Wirkung entfaltet, müssen sowohl die Planung als auch die Verarbeitung den gültigen technischen Regelwerken entsprechen. Als qualifizierter Fachbetrieb mit geschultem Personal (z. B. SIVV-Schein) stellen wir sicher, dass Materialwahl, Packersetzen und Injektionsdruck exakt auf die jeweilige Bauteilsituation abgestimmt sind – für eine dauerhafte und geprüfte Lösung.
Eine Rissinjektion ist erforderlich, wenn Risse Standsicherheit, Dauerhaftigkeit oder Dichtheit gefährden: bei wasserführenden Rissen, bei Bewehrungskorrosionsgefahr durch Chloride oder CO₂, sowie bei statisch relevanten Trennrissen. Eine Oberflächenversiegelung genügt bei Haarrissen ohne Wasseraustritt und ohne statische Relevanz. Die Entscheidung erfordert eine sachkundige Schadensanalyse nach Technischen Richtlinie Instandhaltung von Betonbauteilen (TR-Instandhaltung). Schwegmann führt diese Analyse durch Fachpersonal mit dem Sachkundigen Planer-Nachweis für Instandhaltung von Betonbauteilen (dokumentiert auf schwegmann.de/uber-uns) durch.
Epoxidharz (EP) – z.B. Produkte von Sika oder MC-Bauchemie – für trockene, statisch relevante Risse ab 0,1 mm (kraftschlüssige Verklebung). PUR-Harze für wasserführende Risse (abdichtend, flexibel). SPUR-Harze für aktiv durchströmte Risse (sofortiger Schaum-Stopp). Zementsuspensionen für Hohlraumverfüllung. Grundlage ist EN 1504-5 (Produkte und Systeme für Betoninstandsetzung – Rissinjektion) sowie die TR-Instandhaltung. Als Mitglied der LIB NRW und mit dem Sachkundigen Planer-Nachweis verarbeitet Schwegmann alle vier Materialklassen normgerecht.
Die kraftschlüssige Injektion (Epoxidharz) verbindet die Rissufer statisch fest – die Tragfähigkeit wird dem ungeschädigten Beton gleichgestellt. Die abdichtende Injektion (PU- oder Acrylatgel) schließt den Riss gegen Wasserdurchtritt, ohne zwingend Kraftschluss herzustellen – die Rissufer bleiben geringfügig beweglich. Die Technischen Richtlinie Instandhaltung von Betonbauteilen (TR-Instandhaltung) definiert beide Verfahren und legt fest, für welche Schadenssituation welches einzusetzen ist. Als Fachbetrieb mit Sachkundigem Planer-Nachweis und LIB-NRW-Mitgliedschaft dokumentiert Schwegmann das gewählte Verfahren und die erreichte Qualität im Rahmen der externen Güteüberwachung.
Der SIVV-Schein (Sachkundiger für Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen nach DAfStb-Richtlinie) weist die Normkenntnis des ausführenden Personals nach. Die TR-Instandhaltung fordert für viele Instandsetzungsarbeiten den Einsatz SIVV-qualifizierten Personals – öffentliche Auftraggeber und planende Ingenieurbüros verlangen diesen Nachweis regelmäßig als Eignungsvoraussetzung bei Ausschreibungen. Schwegmann führt alle Injektions- und Instandsetzungsarbeiten mit SIVV-Personal durch. Der Sachkundiger Planer-Nachweis (dokumentiert auf schwegmann.de/uber-uns) und die Mitgliedschaft in der LIB NRW bestätigen das extern.
Ja. SPUR-Harze (schnellreaktive PUR-Harze, z.B. von Sika oder MC-Bauchemie) reagieren sofort bei Kontakt mit aktivem Wasser und bilden in Sekunden bis Minuten einen dichten Schaum oder ein Gel. In einem zweiten Schritt kann eine kraftschlüssige EP-Verpressung folgen. Dieses zweistufige Verfahren nach TR-Instandhaltung ermöglicht die Instandsetzung unter fließendem Wasser – ohne kostspielige Pumpmaßnahmen. Schwegmann setzt dieses Verfahren als Sachkundiger Planer und autorisierter Systemverarbeiter ein.