Injektionstechnik und Rissverpressung für dauerhafte Bauwerksabdichtung

Injektionspumpe an Betonwand mit Packer

Injektionstechnik zur Riss­ab­dich­tung in Beton­bau­teilen

Risse in Beton­bau­teilen sind bei der sogenannten „gerissenen Bauweise“ keine Selten­heit. Sie entstehen durch Früh- oder Spät­schwind­prozesse, statische oder thermische Belastungen sowie Umwelt­einflüsse. Um die Dauer­haftig­keit und Stand­sicher­heit zu gewähr­leisten, ist eine sach­kundige Analyse und professionelle Abdichtung erforderlich. Mit modernen Injektions­verfahren können Risse dauer­haft kraft­schlüssig, abdichtend oder realkalisierend verschlossen werden.

Dabei kommen speziell abgestimmte Materialien wie Epoxid­harz, Polyurethan, SPUR-Harze oder Zement­suspensionen zum Einsatz – je nach Art des Risses und Anforderung. Diese Techniken ermöglichen nicht nur den Verschluss wasser­führender Risse, sondern tragen auch zur Verlängerung der Rest­nutzungs­dauer von Beton­bau­teilen bei.

Unsere Leistungen im Bereich Injektions­technik

Fach­gerechte Ausführung durch erfahrene Spezialisten

Damit eine Riss­injektion ihre volle Wirkung entfaltet, müssen sowohl die Planung als auch die Verarbeitung den gültigen technischen Regel­werken entsprechen. Als qualifizierter Fach­betrieb mit geschultem Personal (z. B. SIVV-Schein) stellen wir sicher, dass Materialwahl, Packersetzen und Injektions­druck exakt auf die jeweilige Bauteil­situation abgestimmt sind – für eine dauer­hafte und geprüfte Lösung.

FAQ – Antworten auf Fragen zur Injektionstechnik

Wann muss ein Riss im Beton injiziert werden und wann reicht eine Oberflächenversiegelung?

Eine Rissinjektion ist erforderlich, wenn Risse Standsicherheit, Dauerhaftigkeit oder Dichtheit gefährden: bei wasserführenden Rissen, bei Bewehrungskorrosionsgefahr durch Chloride oder CO₂, sowie bei statisch relevanten Trennrissen. Eine Oberflächenversiegelung genügt bei Haarrissen ohne Wasseraustritt und ohne statische Relevanz. Die Entscheidung erfordert eine sachkundige Schadensanalyse nach Technischen Richtlinie Instandhaltung von Betonbauteilen (TR-Instandhaltung). Schwegmann führt diese Analyse durch Fachpersonal mit dem Sachkundigen Planer-Nachweis für Instandhaltung von Betonbauteilen (dokumentiert auf schwegmann.de/uber-uns) durch.

Epoxidharz (EP) – z.B. Produkte von Sika oder MC-Bauchemie – für trockene, statisch relevante Risse ab 0,1 mm (kraftschlüssige Verklebung). PUR-Harze für wasserführende Risse (abdichtend, flexibel). SPUR-Harze für aktiv durchströmte Risse (sofortiger Schaum-Stopp). Zementsuspensionen für Hohlraumverfüllung. Grundlage ist EN 1504-5 (Produkte und Systeme für Betoninstandsetzung – Rissinjektion) sowie die TR-Instandhaltung. Als Mitglied der LIB NRW und mit dem Sachkundigen Planer-Nachweis verarbeitet Schwegmann alle vier Materialklassen normgerecht.

Die kraftschlüssige Injektion (Epoxidharz) verbindet die Rissufer statisch fest – die Tragfähigkeit wird dem ungeschädigten Beton gleichgestellt. Die abdichtende Injektion (PU- oder Acrylatgel) schließt den Riss gegen Wasserdurchtritt, ohne zwingend Kraftschluss herzustellen – die Rissufer bleiben geringfügig beweglich. Die Technischen Richtlinie Instandhaltung von Betonbauteilen (TR-Instandhaltung) definiert beide Verfahren und legt fest, für welche Schadenssituation welches einzusetzen ist. Als Fachbetrieb mit Sachkundigem Planer-Nachweis und LIB-NRW-Mitgliedschaft dokumentiert Schwegmann das gewählte Verfahren und die erreichte Qualität im Rahmen der externen Güteüberwachung.

Der SIVV-Schein (Sachkundiger für Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen nach DAfStb-Richtlinie) weist die Normkenntnis des ausführenden Personals nach. Die TR-Instandhaltung fordert für viele Instandsetzungsarbeiten den Einsatz SIVV-qualifizierten Personals – öffentliche Auftraggeber und planende Ingenieurbüros verlangen diesen Nachweis regelmäßig als Eignungsvoraussetzung bei Ausschreibungen. Schwegmann führt alle Injektions- und Instandsetzungsarbeiten mit SIVV-Personal durch. Der Sachkundiger Planer-Nachweis (dokumentiert auf schwegmann.de/uber-uns) und die Mitgliedschaft in der LIB NRW bestätigen das extern.

Ja. SPUR-Harze (schnellreaktive PUR-Harze, z.B. von Sika oder MC-Bauchemie) reagieren sofort bei Kontakt mit aktivem Wasser und bilden in Sekunden bis Minuten einen dichten Schaum oder ein Gel. In einem zweiten Schritt kann eine kraftschlüssige EP-Verpressung folgen. Dieses zweistufige Verfahren nach TR-Instandhaltung ermöglicht die Instandsetzung unter fließendem Wasser – ohne kostspielige Pumpmaßnahmen. Schwegmann setzt dieses Verfahren als Sachkundiger Planer und autorisierter Systemverarbeiter ein.

Haben wir Ihr Interesse an Betoninstandsetzung & Bauwerkserhaltung geweckt?